Harissa

Lamm, Bulgur, Falafel und andere orientalische Gerichte sind voll Ihr Ding? Hin und wieder darf es nach Ihrem Geschmack gerne mal etwas schärfer sein? Dann ist Harissa das perfekte Gewürz für Sie. Völlig egal ob als klassische Würze, Topping, Marinade oder Paste – Mit der orientalisch-würzigen Geheimwaffe Harissa würzen Sie Halloumi, Reis-, Fleischgerichte und vieles mehr. Perfekt für würzige Gerichte aus dem Orient. Was es mit dem Gewürz noch auf sich hat, woher es stammt und wie es sein Aroma besonders gut entfaltet, das verraten wir Ihnen in unserem nachfolgenden Gewürzratgeber.

Was ist Harissa?

Harissa ist eine feurig-würzige Gewürzmischung aus dem Norden Afrikas. Aber auch in Ländern wie Marokko, Libyen, Algerien und Tunesien ist sie ein fester Bestandteil der traditionellen Küchen. In diesen Ländern wird Harissa zu beinahe jedem Gericht serviert. Heute erfreut sich die Gewürzmischung aber auch in arabischen Ländern sowie in Israel und bei uns in Europa immer größerer Beliebtheit. Die feurige Gewürzmischung aus dem Orient gibt es sowohl als Harissa-Pulver als auch als Harissa-Paste, jedoch enthalten beide Varianten die gleichen Zutaten.

Was sind die einzelnen Bestandteile von Harissa?

Das Gewürz Harissa besteht in der Regel aus Chiliraspeln, Paprikapulver, gemahlenen Kreuzkümmel, Knoblauchraspeln, Meersalz und gemahlenen Koriander. Demnach kann man sagen, dass es sich hierbei nicht um ein einzelnes Gewürz, sondern vielmehr um eine Gewürzmischung aus mehreren feinen Gewürzkomponenten handelt.

So schmeckt Harissa

Das orientalische Gewürz Harissa ist vor allem eins, nämlich feurig scharf. Die Schärfe hat die Gewürzmischung vor allem den enthaltenen Chilis zu verdanken, denn sie enthalten den natürlichen Scharfmacher Capsaicin. Beim Kontakt mit Mundschleimhäuten wird er von unserem Körper als ein brennender Schmerz wahrgenommen.
Unser Tipp: Sollte Ihnen die feurige Schärfe der Gewürzmischung doch mal zu viel sein, können Sie einfach auf ein Glas kalte Milch zurückgreifen. Das hilft! Greifen Sie allerdings keinesfalls zu Wasser, denn das bewirkt das völlige Gegenteil.

Harissa in der Küche: Dazu passt die Gewürzmischung besonders gut

Im Norden Afrikas gehört die Gewürzmischung zu täglichen Mahlzeiten, denn hier wird nahezu alles mit Harissa gewürzt. Besonders gut passt die feurige scharfe Würze daher zu Reisgerichten, Couscous, Suppen und Marinaden für Fleisch sowie Fisch. Mit der scharfen Chili-Paste lassen sich aber auch europäische Klassiker wie zum Beispiel Tomatensuppe, Gulasch und Pasta-Saucen würzen.

Kann man Harissa durch ein anderes Gewürz ersetzen?

Als gute Alternative zu traditionellem Harissa gilt die asiatische Chili-Paste Sambal Oelek. Andere Chili-Pasten kommen eher weniger infrage, da sie oftmals andere Gewürzkomponenten enthalten und demzufolge den klassischen Harissa Geschmack verfälschen würden.
Unser Tipp: Damit der Harissa-Ersatz dem Original möglichst nahe kommt, verrühren Sie das eher neutrale Sambal Oelek einfach mit ein wenig gemahlenen Kreuzkümmel und Koriander.

Wie gesund ist Harissa eigentlich?

Harissa gilt wie nahezu alles, was scharf schmeckt und den Kreislauf in Schwung bringt, als gesundheitsfördernd und das zu Recht. Der enthaltene Chili regt die Durchblutung unserer Schleimhäute an und hat zudem einen positiven Effekt auf die Verdauung auch bei fettigeren und schwereren Speisen. Zudem trägt Harissa bei regelmäßigem Verzehr dazu bei, Infektionen vorzubeugen. Ebenso beliebt ist der Genuss der scharfen Harissa-Paste in den heißen Sommermonaten, denn in diesem Fall regt die Gewürzmischung die Schweißbildung an und sorgt dadurch für eine angenehme Abkühlung.
Wichtig: So unbedenklich das feurig scharfe Gewürz für gesunde Menschen ist: Wer einen sehr empfindlichen Magen oder gar einen gesundheitlich angeschlagenen Magen hat, sollte vorsichtig und sparsam dosieren. Lieber erst einmal ausprobieren, ob der Magen die Schärfe verträgt. Auch bei einem akuten Reizdarmsyndrom oder anderweitigen Erkrankungen des Darms ist Harissa eher mit Vorsicht zu genießen.

Kann man Harissa auch selber machen?

Ja, Sie können Harissa auch super einfach selber machen und das Tolle daran ist, dass Sie so Ihren individuellen Schärfegrad selbst bestimmen können. Im Nachfolgenden finden Sie ein einfaches Rezept für die Zubereitung von fein würziger Harissa-Paste.

Zutaten

  • 10 frische Chilis
  • 1 rote Paprika
  • 2 Tomaten
  • 3 Knoblauchzehen
  • ½ Teelöffel Kreuzkümmel (gemahlen)
  • ½ Teelöffel Koriander (gemahlen)
  • 10 EL Olivenöl
  • ½ Teelöffel Minze

Zubereitung

  • Schneiden Sie die frischen Chilis auf, entkernen Sie diese und weichen Sie die Chilis im Anschluss in heißem Wasser ein.
  • Schneiden Sie nun die Paprika und die Tomaten auf. Auch hier müssen Sie beide Gemüsesorten von den Kernen befreien. Bei Bedarf können Sie auch noch die Haut entfernen. Hierfür legen Sie die Paprika und die Tomaten so lange auf den Grill, bis die Haut Blasen wirft und sich problemlos entfernen lässt.
  • Schälen Sie nun Knoblauch und pressen Sie ihn anschließend in einer Knoblauchpresse.
  • Paprika, Chilis und Knoblauch mithilfe eines Pürierstabes fein hacken.
  • Anschließend gemahlenen Kreuzkümmel und gemahlenen Koriander in einer Pfanne für zwei bis drei Minuten anrösten und gemeinsam mit Olivenöl zur scharfen Tomaten-Paste geben. Am besten dekorieren Sie das Ganze noch mit ein wenig frischer Minze

Die optimale Lagerung: So hält sich das Gewürz Harissa besonders lange

Wie alle Gewürze lagern Sie auch die Gewürzmischung Harissa am besten möglichst luftdicht, trocken und lichtgeschützt in einer speziellen Aromadose. Selbstgemachte Harissa-Paste sollten Sie am besten in kleine Schraubgläser umfüllen und mit ein wenig Olivenöl bedecken. Auch hier ist es wichtig darauf zu achten, dass das Schraubglas luftdicht verschlossen ist. Jedoch muss die Paste im Gegensatz zum trockenen Gewürzpulver im Kühlschrank aufbewahrt werden.